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PSA (Prostata-spezifisches Antigen)- Details

Univ.Prof.Dr.med. Wolfgang Hübl
Zusammenfassung - Name - Allgemeine Info  - Referenzbereiche/"Normalwerte" - Erhöhungen des PSA - Verminderungen des PSA - Präanalytik / Haltbarkeit der Proben / Störungen der Analytik - Literaturliste

ZUSAMMEN-
FASSUNG:

Das PSA im Blut ist vor allem bei Erkrankungen der Prostata erhöht. Meist wird eine gutartige Prostatahypertrophie der Grund sein, es kann aber auch ein Karzinom dahinter stecken. Je höher der PSA-Wert ist, je schneller das PSA ansteigt und je niedriger der Anteil des sog. "freien PSA" ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Karzinoms. Das PSA muss aber auch immer gemeinsam mit dem Alter, den Symptomen und den klinischen Befunden (z.B. Tastbefund der Prostata) beurteilt werden.
Für Verlaufsuntersuchungen, bei denen auch kleine Anstiege eine Rolle spielen, ist eine optimale Analytik notwendig: man muss immer mit dem gleichen Test messen und die Bedingungen vor der Blutabnahme müssen beachtet werden.
Auf jeden Fall sollte jeder PSA-Wert, der zur weiteren Maßnahmen Anlass gäbe, durch nochmalige Bestimmung kontrolliert werden.
Ob es Sinn macht, bei allen gesunden Männern über einem gewissen Alter mit der PSA-Bestimmung nach einem Prostata-Karzinom zu suchen, ist seit Langem umstritten.

NAME:
Prostata heißt dt. Vorsteherdrüse.
Der Ausdruck Prostata-spezifisch soll beschreiben, dass der Stoff nur in der Prostata gebildet wird (das stimmt aber nicht ganz).
Das PSA ist ein Eiweißstoff, der mit Hilfe von passenden Antikörpern messbar wird. Das PSA stellt bei der Messung das Antigen dar, an das sich diese Antikörper binden.
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ALLGEMEINE INFO:
Zur Auswahl auf den Text klicken Was ist PSA?
Zur Auswahl auf den Text klicken Woher kommt das PSA im Blut?
Zur Auswahl auf den Text klicken Wie misst man PSA im Blut?
Zur Auswahl auf den Text klicken Was ist freies, totales und Gesamt-PSA?
Zur Auswahl auf den Text klicken Warum bestimmt man PSA?
Zur Auswahl auf den Text klicken Was sagt ein erhöhter PSA-Wert aus?
Zur Auswahl auf den Text klicken Bedeutet ein erhöhter Wert immer ein Karzinom?
Zur Auswahl auf den Text klicken Ursachen eines erhöhten PSA-Wertes außer dem Prostatakarzinom
Zur Auswahl auf den Text klicken Bedeutet ein normaler Wert, dass ein Karzinom ausgeschlossen ist?
Zur Auswahl auf den Text klicken Wenn die Erstuntersuchung keine Notwendigkeit einer Gewebsentnahme ergibt, wann sollte man das PSA wieder kontrollieren?
Zur Auswahl auf den Text klicken Wie kann man die Aussagekraft der PSA-Bestimmung erhöhen?
Zur Auswahl auf den Text klicken Bestimmung des PSA-Anstiegs
Zur Auswahl auf den Text klicken Was sagt das "freie PSA" aus?
Zur Auswahl auf den Text klicken Was ist die "PSA-Dichte" und was sagt sie aus?
Zur Auswahl auf den Text klicken Was ist alpha-1-Chymotrypsin-PSA (ACT-PSA) und komplexiertes PSA (cPSA)?
Zur Auswahl auf den Text klicken Wahrscheinlichkeit von Prostata-Karzinom-Knochenmetastasen bei verschiedenen PSA-Werten
Zur Auswahl auf den Text klicken Wie schnell und wie tief sollte das PSA nach einer Behandlung sinken?
Zur Auswahl auf den Text klicken Die verwendete Messmethode ist wichtig
Zur Auswahl auf den Text klicken Fehlerquellen bei der PSA Bestimmung
Zur Auswahl auf den Text klicken Soll man bei Gesunden PSA messen?

Was ist PSA?

PSA ist ein kleiner Eiweißstoff, der in den Drüsenzellen der Prostata gebildet wird. PSA dürfte
eine Aufgabe bei der Verflüssigung des männlichen Samens haben und daher für die
Fruchtbarkeit des Mannes von Bedeutung sein.
Glaubte man früher, PSA würde nur im Prostatagewebe erzeugt werden, fand man mit sehr
empfindlichen Methoden auch in vielen anderen Geweben PSA.

Harn- und Geschlechtsorgane des Mannes im Schnitt Harn- und Geschlechtsorgane des Mannes
Die Prostata (orange-braun) liegt unter der Harnblase (gelb) und umgibt die Harnröhre (weiß).

Woher kommt das PSA des Blutes?

Das PSA des Blutes stammt fast ausschließlich von der Prostata.
In minimalen Mengen wird es aber auch von anderen Geweben gebildet. Auch Frauen haben einen minimalen PSA-Spiegel im Blut. Der Ausdruck "Prostata-spezifisch" ist daher streng genommen nicht zutreffend.

Was ist freies, totales, und Gesamt-PSA?

  • "Totales PSA" und "Gesamt-PSA" ist praktisch das Gleiche und sagt, dass das gesamte PSA in der Blutflüssigkeit gemessen wurde (das ist zwar nicht ganz exakt, genügt aber zum Verständnis).
    Es fehlt z.B. das an alpha-2-Makroglobulin gebundene PSA, das wird nämlich gar nicht mitgemessen. Spielt aber derzeit keine Rolle.

  • Spricht man einfach nur von "PSA", ist das Gesamt-PSA gemeint.

  • Beim "freien PSA" wird nur das PSA gemessen, dass nicht an ein anderes Protein gebunden ist, also "frei" ist. Es macht ca. 20% des Gesamt-PSA aus.

Die verschiedenen PSA-Formen im Blut

Die verschiedenen PSA-Formen im Blut
Der überwiegende Teil des PSA im Blut ist an ACT gebunden. Nur ca. 20% sind frei. Ein geringer Teil ist an A2M gebunden, dieser wird aber bei den üblichen Tests nicht mitgemessen.
Der Ausdruck "Gesamt-" oder "totales PSA" ist daher zwar nicht ganz korrekt, aber üblich.
PSA: Prostata-spezifisches Antigen
ACT: Alpha-1-Anti-Chymotrypsin
A2M: Alpha-2-Makroglobulin

 

 

Wie misst man PSA im Blut?

Man verwendet labortechnisch hergestellte, sog. klonale Antikörper gegen das PSA. Man gibt diese zur Blutflüssigkeit dazu und sie setzen sich auf das PSA. Um diese Reaktion sichtbar und messbar zu machen, werden die üblichen Standardmethoden eingesetzt. Das geht heute auf praktisch jedem größeren immunologischen Analysegerät.

Die Markierung und Messung von PSA mit Antikörpern

Messung von PSA mit Antikörpern
Das als blaue Kugel eingezeichnete PSA kann mit Antikörpern gegen PSA gemessen werden. Das Schema soll symbolisch darstellen, dass man mit den orange-braunen Antikörpern sowohl das freie als auch das gebundene PSA messen kann. Der rote Antikörper hingegen dockt an einer Stelle des PSA an, die beim PSA-ACT-Komplex durch das ACT blockiert ist. Mit dem roten Antikörper misst man daher nur das freie PSA.
PSA: Prostata-spezifisches Antigen
ACT: Alpha-1-Anti-Chymotrypsin

 

Warum bestimmt man PSA im Blut?

  1. Screening-Untersuchung für Prostatakarzinom (Suchtest)
    Messung bei gesunden Männern ohne Beschwerden (ab einem gewissen Alter) um ein Prostatakarzinom zu entdecken - eine heute umstrittene Anwendung (siehe unten).

  2. Diagnose eines Prostata-Karzinoms
    Messung bei Männern mit Hinweisen auf ein Prostatakarzinoms.

  3. Abschätzung des Ausmaßes und der Prognose eines bestehenden Prostatakarzinoms
    Damit verbunden ist auch die Entscheidung über sinnvolle diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

  4. Beurteilung des Behandlungserfolgs und des Verlaufs der Erkrankung
 

Was sagt ein erhöhter PSA-Wert aus?

Ein erhöhtes PSA weist auf eine Erkrankung der Prostata hin. Es könnte sich dabei auch um ein Karzinom handeln. Andere Ursachen sind aber häufiger.

Bedeutet ein erhöhter Wert immer ein Karzinom?

Nein, absolut nicht. Studien haben gezeigt, dass etwa 70% aller Patienten mit leicht erhöhtem Wert (4 - 10 µg/l = 4 - 10 ng/ml) kein Prostatakarzinom haben. Dieser Bereich wird daher auch "Grauzone des PSA-Spiegels" bezeichnet. Siehe auch Tabelle weiter unten.

Ursachen erhöhter PSA Werte außer dem Karzinom?

  • Prostatahypertrophie (=gutartiger Tumor der Prostata; korrekter als Prostataadenom zu bezeichnen; sehr häufige Erkrankung! Kommt bei mehr als der Hälfte aller Männer über 50 vor!)
  • Entzündung der Prostata (Prostatitis; seltener)
  • Entzündung der unteren Harnwege
  • Prostatainfarkt (sehr selten)
  • Nach einer Tastuntersuchung der Prostata (daher Blutabnahme vorher durchführen)
  • Nach einer Katheterisierung der Harnröhre (Schlauch durch Harnröhre in Harnblase)
  • operative Eingriffe an der Prostata (auch Gewebsprobenentnahmen/Biopsien)
  • Nach Radfahren (umstritten, aber besser 2-3 Tage vor Untersuchung darauf verzichten)
  • Samenerguss (2-3 Tage vor Untersuchung vermeiden)
Siehe auch unter "ERHÖHUNG".

Bedeutet ein normaler Wert, dass ein Karzinom ausgeschlossen ist?

Nein, leider auch nicht. Ein nennenswerter Teil der Prostatakarzinome hat PSA-Blutspiegel unter 4 µg/l.

Folgende Werte sind nur als grobe Anhaltspunkte zu verstehen (verschiedene Studien liefern unterschiedliche Ergebnisse):
 
PSA-SpiegelWahrscheinlichkeit dass ein Karzinom vorliegt
0 - 2 ng/ml1 %
2 - 4 ng/ml15 %
4 - 10 ng/ml25 %
> 10 ng/ml > 50 %



Wenn die Erstuntersuchung keine Notwendigkeit einer Gewebsentnahme ergibt, wann sollte man das PSA wieder kontrollieren?

Altersgruppe ab 45 Jahren mit > 10 Jahre Lebenserwartung:
PSA-Wert Kontroll-Intervall
< 1 ng/ml Alter < 70 J. : alle 4 Jahre
Alter > 70 Jahre: keine Kontrollen
1 - 2 ng/ml alle 2 Jahre
> 2 ng/ml jährlich
Leitlinienprogramm Onkologie, 2018/04



Wie kann man die Aussagekraft der PSA-Bestimmung erhöhen?

  • Durchführung einer Tastuntersuchung und einer Ultraschalluntersuchung der Prostata.
  • Verwendung alters-abhängiger Referenzbereiche (siehe Referenzbereiche). Bei jüngeren Männern sind schon niedrigere Werte verdächtig, bei älteren nur stärker erhöhte. Verwendung ist nicht unumstritten.
  • Bestimmung des PSA-Anstiegs
  • Bestimmung der "PSA-Dichte"
  • Bestimmung des freien PSA
  • [Bestimmung des gebundenen PSA (ACT-PSA und cPSA) - wird kaum mehr durchgeführt]
 

Bestimmung des PSA-Anstiegs

Das Karzinom produziert mehr PSA und wächst schneller als die gutartige Prostatavergrößerung. Das Ausmaß des PSA-Anstiegs wurde daher zur Differentialdiagose Karzinom ja/nein herangezogen (Carter H.B., JAMA, 1992). In der Studie wurde ein Grenzwert von 0,75 ng/l pro Jahr ausgewertet:
  • ca. 80% und mehr aller Fälle von Prostatakarzinom zeigen Anstiege über 0,75 ng/ml pro Jahr (bei Ausgangswerten über 4 ng/ml)
    Bei Ausgangswerten unter 4 ng/ml steigen nur 11% aller Karzinome über 0,75 ng/l pro Jahr an, da ist der Anstieg also nur ein sehr schlechtes Zeichen für ein Karzinom.
  • Hingegen zeigen ca. 90% aller Patienten ohne Prostatakarzinom Anstiege unter 0,75 ng/ml pro Jahr.
Heute werden teils niedrigere Grenzwerte für die jährliche Steigerung empfohlen (bis nur 0,35 ng/ml Jahr).

Anmerkung: Um eine geringe Steigerung zu beurteilen, ist natürlich eine exakte Messung mit vergleichbaren Testmethoden und immer gleicher Probenart (z.B. Serum) erforderlich. Und es gibt einige Bedingungen, die vor der Blutabnahme einzuhalten sind, damit ein exaktes, verwertbares Resultat möglich wird (siehe unten).
Vor einer diagnostischen oder therapeutischen Reaktion auf die PSA-Zunahme Wert sollte eine Kontrollmessung unter Beachtung dieser Faktoren durchgeführt werden.

Was sagt das freie PSA aus?

Normalerweise liegt der Großteil des PSA im Blut in "gebundener" Form vor. Das PSA ist dabei an bestimmte andere Eiweißstoffe gebunden. Nur ein Teil von meist weniger als 30% liegt in ungebundener, also freier Form vor - das freie PSA.
  • Der gutartige Prostatatumor ("Prostatahypertrophie") bildet nur PSA. Der Anteil an freiem PSA wird daher steigen.
  • Beim Prostatakarzinom hingegen sinkt der Anteil an freiem PSA. Warum das so ist? Dazu gibt es eine Erklärung: Das Prostatakarzinom produziert nicht nur PSA sondern auch den Stoff, an den das PSA gebunden wird. Daher wird produzierte PSA gleich gebunden und der Anteil des freien PSA sinkt.
Berechnung: man dividiert das freie PSA durch das Gesamt-PSA (das ist der "normale", "totale" PSA-Wert) und erhält so den Quotienten. Als Grenzwert wird oft ein Wert von etwa zwischen 0,15  und 0,20 angesehen (bzw. bei Prozentangaben zwischen 15% und 20%). Ist der Quotient geringer, spricht dies für ein Prostatakarzinom, ist er höher, für die gutartige Prostatahypertrophie.
Beispiel: (Gesamt-)PSA war 8 ng/ml, das freie PSA war 2 ng/ml. Dividiert man 2 durch 8 erhält man 0.25. Der Anteil des freien PSA ist also 0.25 bzw. 25% und spricht daher eher für einen gutartigen Prostatatumor (=für eine Prostatahypertrophie).

Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms bei verschiedenen freien PSA-Werten
(Folgende Werte sind nur als Anhaltspunkte zu verstehen, verschiedene Studien liefern unterschiedliche Ergebnisse).

freies PSA Wahrscheinlichkeit dass ein Karzinom vorliegt
(Bei einem PSA Wert zwischen 4 und 10 ng/ml)
0-10 % 56 %
10-15 % 28 %
15-20 % 20 %
20-25 % 16 %
>25 % 8 %

Achtung: im Gegensatz zum PSA ist das freie PSA in der Blutprobe nicht stabil, das Blut muss innerhalb von 3h zentrifugiert werden und innerhalb von 8h analysiert werden (siehe auch "Haltbarkeit der Proben").

Was ist die "PSA-Dichte" und was sagt sie aus?

Prostatakarzinome geben viel mehr PSA ans Blut ab als gutartige Prostatatumoren. Schon ein kleines Karzinom kann daher den PSA-Wert relativ stark erhöhen. Dieselbe Erhöhung kann gutartiger Prostatatumor nur dann verursachen, wenn er relativ groß ist. Das kann man nützen: man misst nicht nur das PSA sondern auch mittels Ultraschall oder Magnetresonanztomographie das Volumen der Prostata. Hohe PSA-Werte bei kleiner Prostatagröße (also eine hohe PSA-Dichte) sind verdächtig auf ein Prostatakarzinom, niedrige sprechen eher für einen gutartigen Tumor.
Nachteile: entsteht ein kleines Karzinom in einem großen gutartigen Tumor, wird die Dichte trotz Karzinom relativ niedrig sein. Bei großer Prostata ist also die Aussage der PSA-Dichte eingeschränkt.
Falls Sie sich daran stoßen: physikalisch hat das natürlich nichts mit einer Dichte zu tun. Deswegen übersetzen manche diesen im Englischen "PSA-density" bezeichneten Parameter auch als "Quotient".



Was ist alpha-1-Chymotrypsin-PSA (ACT-PSA) und komplexiertes PSA (cPSA)?

Wie im vorigen Abschnitt erwähnt, liegt das PSA im Blut zum Großteil in gebundener Form vor. Gebunden ist das im Blut mit üblichen Methoden nachweisbare PSA vor allem an das sog. alpha-1-Chymotrypsin (ACT-PSA). Die Bestimmung des ACT-PSA sollte die Bestimmung von freiem und Gesamt-PSA ersetzen, sie hat sich aber nicht durchgesetzt.
Die Tests für komplexiertes PSA (cPSA) sollen verschiedene Formen von gebundenem PSA erfassen, darunter auch das ACT-PSA. Auch diese Tests werden kaum mehr verwendet.
Erste Studien zeigten eine verbesserte Unterscheidbarkeit von Prostatahypertrophie und Prostatakarzinom durch die Bestimmung von komplexiertem PSA. Andere Studien, z.B. die des Berliner Universitätsklinikums Charité (Baumgart und andere, J.f.Urologie und Urogynäkologie, 2001) fanden aber keine Überlegenheit von cPSA oder ACT-PSA gegenüber der herkömmlichen Bestimmung von freiem und Gesamt-PSA.

Wahrscheinlichkeit von Prostata-Karzinom-Knochenmetastasen bei verschiedenen PSA-Werten

Das Prostatakarzinom kann in den Knochen metastasieren. Je höher der PSA-Wert, desto wahrscheinlicher ist es, dass bei einem bestehenden Prostatakarzinom Knochenmetastasen vorhanden sind.

PSA Wahrscheinlichkeit dass Knochenmetastasen vorliegen
(nach Abuzallouf S., The Journal of Urology, 2004)
< 10 ng/ml 2,3 %
10 - 19,9 ng/ml 6 %
20 - 49,9 ng/ml 15,9 %
50 - 99,9 ng/ml 35,2 %
>= 100 ng/ml 74,9 %


Wie schnell und wie tief sollte das PSA nach einer Behandlung sinken?


PSA nach einer Prostataentfernung
Die unmittelbar nach der OP noch weiter angestiegenen Werte sinken in etwa 2-3 Tagen auf die Hälfte (Halbwertszeit). Wobei es in den ersten Tagen etwas schneller, dann etwas langsamer absinkt. Das freie PSA hat eine etwas kürzere Halbwertszeit als das totale PSA, fällt also schneller ab.

Verlauf des PSA nach einer radikalen Prostataentfernung

PSA Spiegel nach Prostatektomie (Ravery, 1998)
Ganz links aufgetragen der Ausgangswert vor der Operation. Der Gipfel tritt unmittelbar nach der Operation auf, dann folgt der Abfall: anfangs etwas schneller, nach 1-2 Tagen langsamer.


Nach der Operation sollte das PSA auf mit normalen Methoden nicht mehr detektierbare Werte absinken. Ein Wiederanstieg auf > 0,2 ng/ml, der in mindestens 2 Messungen bestätigt wurde, wird als "biochemisches Wiederauftreten" bezeichnet (was nicht unbedingt mit einer Behandlungsbedürftigkeit gleichzusetzen ist). Eine relativ neue Studie sagt, 0,4 ng/ml sei die aussagekräftigere Grenze (Toussi A., Journal of Urology, 2016).

PSA nach einer alleinigen Bestrahlung
Nach einer Bestrahlung sinkt das PSA langsamer als nach einer Prostataentfernung und es sinkt selten unter 0,2 ng/ml. Ein stabiler Wert ist in jedem Fall wünschenswert, ein Wiederanstieg um > 2 ng/ml, der in mindestens 2 Messungen bestätigt wurde, zeigt ein "biochemisches Wiederauftreten" des Tumors an (Leitlinienprogramm Onkologie, 2018; Carrol P., Best Practice Statement, American Urological Association, 2013).

PSA nach einer Unterdrückung der männlichen Hormone (Androgen-Deprivations-Therapie)
Da erfolgt der Abfall noch viel langsamer, die niedrigsten Spiegel werden oft erst nach Monaten erreicht. Der PSA Spiegel nach 7 oder 8 Monaten wird dabei oft als Erfolgskontrolle gewertet. Natürlich gilt auch hier: je niedriger desto besser (kleiner 0,2 ng/ml nach 7-8 Monaten wäre ideal, über 4 ng/ml ist kein zufriedenstellender Wert)(Carrol P., Best Practice Statement, American Urological Association, 2013). 
 

Die verwendete Messmethode ist wichtig

Auch wenn sich die Hersteller der Tests um Vergleichbarkeit der PSA-Ergebnisse bemühen, liefern verschiedene Messmethoden für das PSA doch leicht unterschiedliche Werte. Das ist für die Erstuntersuchung kein Problem, weil die Höhe des Wertes sowieso nur ein grober Anhaltspunkt für die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms ist. Aber bei Verlaufsuntersuchungen sind auch kleinere Anstiege wichtig. Deswegen muss man, um gültige Verlaufsbeurteilungen durchzuführen, möglichst immer die gleiche Methode verwenden. Sonst könnten eine vermeintliche Steigerung oder ein Absinken des PSA nur durch die andere Messmethode verursacht sein.
Aus diesen Gründen muss auch die Methode und deren Kalibration, also deren "Eichung", im Laborbefund angegeben sein

Fehlerquellen bei der PSA-Bestimmung

Die Abtastung der Prostata, insbesondere aber die Prostatamassage oder operative Eingriffe an der Prostata vor der Blutabnahme können zu irreführend erhöhten PSA-Werten führen. Ebenso wie ein Samenerguss oder vielleicht auch körperliche Tätigkeit (Radfahren). Siehe auch Abschnitt Erhöhungen.
Zu lange gelagerte Blutproben könnten vor allem das freie PSA verfälschen und zu falsch niedrigen Werten führen. Siehe auch Abschnitt Haltbarkeit der Proben.
Bestimmte Medikamente, sog. Anti-Androgene können bei langfristiger Einnahme (z.B. wegen Prostatahypertrophie) zu einem Abfall der PSA Konzentration führen.

 

Soll man ein PSA-Screening durchführen, also PSA bei Gesunden messen?

Darüber gibt es heftige Diskussionen. Früher empfahl man ein generelles Screening ab einem gewissen Alter. Das wird heute nicht mehr empfohlen. Die aktuelle deutsche Leitlinie 2018 sagt: "Männer, die über 45 Jahre alt (bzw. bei erhöhtem Risiko über 40 Jahre) sind und eine mutmaßliche Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren haben, sollten über die Möglichkeit einer Früherkennung informiert werden....und über Vor- und Nachteile...sowie Aussagekraft von Testergebnissen". Mit dem bemerkenswerten Zusatz: "Männer, die den Wunsch nach einer Früherkennungsuntersuchung mittels PSA nicht von sich aus äußern, sollten darauf nicht aktiv angesprochen werden".

 

Warum wurde der Grundsatz, man sollte PSA jährlich bei allen Männern über 50 messen, verlassen?

Verkürzt gesagt wird argumentiert, dass man damit in der Gesamtsicht mehr Schaden anrichtet als Gutes tut. Es wird nicht bestritten, dass man damit Prostatakarzinome besser und früher erkennt. Aber die Gegner der ungezielten PSA-Vorsorgeuntersuchung kritisieren die ihrer Meinung nach zu einfache Sicht, es muss immer richtig sein, ein bestehendes Karzinom zu entfernen. Dies klinge zwar logisch, es sei aber keineswegs bewiesen, dass damit wirklich eine Verbesserung für die Patienten mit Prostatakarzinom eintritt. Als Nachteil führen sie die durch den erhöhten PSA-Wert unnötig verunsicherten Menschen und natürlich die nach einer eventuell notwendigen Operation impotenten oder Harn verlierenden Patienten an. Niemand wisse, bei wie vielen dieser durch die Behandlung geschädigten Patienten das Prostatakarzinom selbst je als Krankheit "ausgebrochen" wäre (Frankel S., Lancet, 2003). Um diese schwierigen Fragen tobt ein fast emotionell geführter Streit unter Experten. Es darf dabei auch erwähnt sein, dass die Entscheidung solcher Fragen natürlich auch große wirtschaftliche Konsequenzen für die damit Beschäftigten hat.


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REFERENZ-
BEREICHE
("NORMAL-
WERTE"):
BereichEinheit
Männerbis 4µg/l = ng/ml
Frauenmit Routinemethoden nicht nachweisbar,
mit Spezialmethoden etwa um 0,04 ng/ml
(Filella X., Int J Cancer, 1996).
 
Alters-spezifische Werte (Männer)
(Österling J.E., JAMA 1993)
AltersgruppeBereichEinheit
40 - 49 LJbis 2,5µg/l = ng/ml
50 - 59 LJbis 3,5µg/l = ng/ml
60 - 69 LJbis 4,5µg/l = ng/ml
70 - 79 LJbis 6,5µg/l = ng/ml
  Hinweis: aus isolierten, leichten Erhöhungen oder Erniedrigungen von Laborwerten kann man in den allermeisten Fällen keine Schlussfolgerungen auf irgendeine Erkrankung ziehen. Liegen also nur leichte Veränderungen vor, muss keineswegs irgendeine der nachfolgend genannten Erkrankungen oder Veränderungen vorliegen!
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ERHÖHUNG DES PSA:

Gutartige Erkrankungen der Prostata:

  • Prostatahypertrophie (=gutartiger Tumor der Prostata; korrekter als Prostataadenom zu bezeichnen; häufige Erkrankung; kommt bei mehr als der Hälfte aller Männer über 50 vor!)
  • Entzündung der Prostata (Prostatitis)
  • Entzündungen in der Umgebung der Prostata - Entzündung der unteren Harnwege
  • Prostatainfarkt

Maligne Erkrankungen der Prostata:

  • Prostatakarzinom ("Krebs")

Andere Ursachen:

  • Nach einer Tastuntersuchung der Prostata steigt das PSA, es wird aber selten über den Referenzbereich ansteigen (dennoch: Blutabnahme immer vorher durchführen)
    Vor allem das freie PSA kann ansteigen (siehe weiter unten).
  • Nach einer Katheterisierung der Harnröhre (Schlauch durch Harnröhre in Harnblase) kann das PSA ansteigen, es wird aber kaum über den Referenzbereich steigen
  • nach operativen Eingriffen an der Prostata (auch nach Entnahme von Gewebsproben)
    Eine Stunde nach der Biopsie fand eine Studie das PSA im Mittel bei 24 ng/ml (Ornstein D.K., The Journal of Urology, 1997).
  • Anstieg Nach Radfahren? (umstritten, aber besser 2-3 Tage vor Untersuchung darauf verzichten)
  • Anstieg nach Samenerguss? (auch nicht eindeutig, aber besser 2-3 drei Tage vor Untersuchung vermeiden)

 

Ergänzungen: Es gab eine Publikation, die Erhöhungen des PSA bei 2 Fällen von Hepatitis A beschrieb. Eine größere, spätere Studie konnte das nicht bestätigen, es könnte sich um einen Messfehler bei der älteren Studie gehandelt haben (Malavaoud B., The Prostate, 1999).
Auch vereinzelten Angaben, dass PSA bei Leberzirrhose erhöht sein soll, stehen neuere Ergebnisse entgegen, die das PSA bei Leberzirrhose vermindert fanden (Inci M, Urology, 2013).

 

Erhöhte Werte bei Frauen wurden bei folgenden Erkrankungen beobachtet:

  • Verschiedene maligne Tumoren
    Manche Tumoren können geringe Mengen PSA produzieren. Bei der Frau kann das zu Erhöhungen der normalerweise minimalen PSA-Spiegel führen.
  • Vermännlichungs-Syndrome
    Vermännlichungs-Syndrome mit erhöhten Werten für androgenisierende ("vermännlichende") Hormone, die meist aus den Eierstöcken oder der Nebenniere kommen.
 

 

 

VERMINDERUNG:
Keine Untergrenze definiert, daher auch keine Verminderung definierbar.
Medikamente, die zur Behandlung der Prostatahypertrophie eingesetzt werden, können ein Absinken des PSA-Wertes verursachen (z.B. Finasterid, Dutasterid).
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PRÄANALYTIK,
HALTBARKEIT
DER PROBEN
Zusammenfassend: Serum und Heparin-Röhrchen möglich. Freies PSA ist instabil: Zentrifugation innerhalb von 3h nach Blutabnahme notwendig, Messung bei 4°C Lagerung innerhalb von 24h notwendig. Für Verlaufsuntersuchungen präanalytische und analytische Bedingungen unbedingt konstant halten. 

Zur Auswahl auf den Text klicken Zeitpunkt der Blutabnahme
Zur Auswahl auf den Text klicken Probenmaterial
Zur Auswahl auf den Text klicken Haltbarkeit der Proben
Zur Auswahl auf den Text klicken Wiederholtes Einfrieren und Auftauen

Zeitpunkt der Blutabnahme

Die Blutabnahme sollte unbedingt VOR der digitalen Untersuchung (Abtasten) der Prostata erfolgen.
Wie hoch steigt das PSA nach eine solchen Untersuchung? Da gibt es recht unterschiedliche Studienergebnisse, was auch an eine unterschiedlich intensiven Durchführung der Untersuchung liegen könnte. Eine der neueren Studien bei 91 Patienten (Alter 54 bis 94) sieht 30 Minuten nach der Untersuchung einen mittleren Anstieg des PSA von 3,4 auf 4,3 ng/ml, der vorwiegend auf einen Anstieg des freien PSA zurückzuführen war: dieses stieg nämlich von von 0,7 auf 1,3 ng/ml und sein Prozentsatz von 28 auf 30% (Lechevallier E., Urology, 1999). Andere sehen geringere PSA-Anstiege bei niedrigen PSA-Werten: unter 0,5 ng/l (bei Werten von 0-4 ng/l). Bei höheren Ausgangswerten soll es höhere Anstiege geben. Nach der aus diagnostischen Gründen manchmal notwendigen Prostata-Massage soll das PSA bis auf das 1,9-fache steigen und 3-6 Wochen brauchen, bis es sich wieder normalisiert (Lamerz R., in Thomas L., Labor und Diagnose, 5. Auflage, 2000).

Auch ein Samenerguss oder Radfahren soll das PSA erhöhen können. Wenn das auch nicht eindeutig bewiesen ist, ist es doch ratsam, diese Dinge mindestens 2-3 Tage vor einer PSA-Messung zu vermeiden.

Während es bei der Beurteilung von Einzelwerten nicht auf geringe Unterschiede des PSA-Werts ankommt, ist das bei Verlaufsuntersuchungen ganz anders, da sind auch geringe Abweichungen zum Vorwert sehr wichtig. Daher könnten auch folgende Punkte wichtig sein:
  • Manche Studien zeigen keine Schwankungen des PSAs über den Tag, andere schon. Daher  ist für Verlaufsmessungen ein konstanter Abnahmezeitpunkt empfehlenswert (z.B. zwischen 7 und 9h).
  • Auch die Dauer der Nüchternphase vor der Abnahme könnte einen Einfluss haben. Am besten hält man also auch das ziemlich konstant (z.B. 12h).
  • Nach der Aufnahme im Spital sinken die PSA-Werte ein bisschen (um ca. 8%), man nimmt an, weil man im Spital doch weniger körperlich aktiv ist als im täglichen Leben. Auch das ist bei Verlaufskontrollen zu berücksichtigen.
  • Extreme körperliche Aktivitäten, Radfahren sowie ein Samenerguss sind zur Sicherheit 2-3 Tage vor der Untersuchung zu vermeiden. Sie könnten das PSA erhöhen.
Tekin A, International Urology and Nephrology, 2001; Lau C.K., Asian Journal of Andrology, 2014, Mermall H., Urology, 1995)

Probenmaterial

Serum- und (Lithium-Heparin)-Plasma-Proben sind geeignet. Für Verlaufsuntersuchungen sollte immer das gleiche Probenmaterial verwendet werden.

Haltbarkeit der Proben

Serum/Plasma

Haltbarkeit der Probe (Gesamt-)PSA:
Bei 20 bis 25°C: mind. 48h  (3% Abnahme; nach 1 Woche 25%)
Bei 4-8°C: 7 Tage stabil (Abfall ca. 5%)
Bei -20°C: mind. 9 Monate (Abfall ca. 5%)
Haltbarkeit freies PSA:
Bei 20 bis 25°C: 8h (Abfall ca.5%)
Bei 4°C 1 Tag (Abfall ca.6%)
Bei -20°C: 1 Monat
(Cartledge J.J., British Journal of Urology, 1999; Jung K., Clin Chem Lab, 2000;
Arcangeli C.G., J Urology, 1997)

 

Vollblut
Eine Lagerung des Vollbluts ist nur kurze Zeit zulässig, da das freie PSA im Vollblut rasch abnimmt (25% in 24h). Die Proben müssen also innerhalb von 3h zentrifugiert werden.
Das Gesamt-PSA ist zwar auch nach 24h noch stabil, da man aber das freie PSA oft mitbestimmt, muss man rasch zentrifugieren.
(Cartledge J.J., British Journal of Urology, 1999)

 

Wiederholtes Einfrieren und Auftauen

Wiederholtes, bis zu 5-maliges Einfrieren und Auftauen von bei -80°C gelagerten Proben hatte wenig Einfluss auf die Resultate von freiem und totalem PSA (Jung K., Clin Chem Lab, 2000)
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STÖRUNGEN DER ANALYTIK
Hämolyse, Ikterus, Lipämie

Beispiel freies und totales PSA der Fa. Siemens (am Dimension Vista System):
  • Keine Störung durch Hämoglobin bis 5000 mg/l (0,31 mmol/l)
    Hämolysestufen optisch
  • Keine Störung durch Bilirubin bis 20 mg/dl (342 µmol/l)
  • Keine Störung durch Triglyzeride bis 3000 mg/dl (33,9 mmol/l)
  • Verschiedene von der Herstellerfirma getestete Pharmaka zeigten keinen Einfluss, auch die Biotin-Empfindlichkeit ist selbst bei Hochdosis-Therapie gering

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LITERATUR-
LISTE

Literaturliste

Abuzallouf, Sadeq; Dayes, Ian; Lukka, Himu (2004): Baseline staging of newly diagnosed prostate cancer: a summary of the literature. The Journal of urology 171 (6 Pt 1), S. 2122–2127.

Ahlering, Thomas; Huynh, Linda My; Kaler, Kamaljot S.; Williams, Stephen; Osann, Kathryn; Joseph, Jean et al. (2018): Unintended consequences of decreased PSA-based prostate cancer screening. World journal of urology.

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Letzte Änderung 2018-11-04